Häusliche psychiatrische Krankenpflege

Psychiatrische Pflege gab es lange Jahre nur im Rahmen einer Krankenhausbehandlung. Heute ist ambulante psychiatrische Pflege (APP) auch in häuslicher Umgebung möglich. Sie unterstützt bei der Körperpflege und Medikamentengabe, organisiert weitere ambulante Hilfen. Bisher gibt es kaum Anbieter, so dass sich VERSA selbst um den Aufbau solcher Dienste bemüht.

„Meine Hauskrankenschwester versteht mich, wenn ich beim Waschen und Anziehen komisch drauf bin“, sagt Christoph U., 56 Jahre

Häusliche psychiatrische Krankenpflege hat sich auf die besonderen Lebensverhältnisse von Menschen mit einer chronischen psychischen Erkrankung eingestellt. Wohnsituation, Essgewohnheiten, Wasch- und Kleidungsrituale sowie körperliche Einschränkungen aufgrund langjähriger medikamentöser Behandlung werden dabei besonders berücksichtigt.

Pflege wird als Nachsorge nach einem Klinikaufenthalt, als tägliche Hilfe und in Krisensituationen geleistet: Medikamenteneinnahme und Ernährung, Körperpflege und   Bekleidung, Arztbesuche, Sozialkontakte und Wohnungspflege gehören zu den Leistungen.

Die häusliche psychiatrische Krankenpflege unterstützt psychisch erkrankte Menschen mit Pflegebedarf dabei, ein Leben in ihrer eigenen Wohnung ohne Pflegeheim führen zu können.